Heidelberg 1620 und heute
Tauchen Sie ein das wahre Alt-Heidelberg vor seiner Zerstörung. Erleben Sie Heidelberg, wie es keinem Menschen seit 400 Jahren vergönnt war.
Bewundern Sie das unzerstörte Schloss der Kurfürsten und durchwandern Sie den Schlossgarten des Winterkönigs, den Hortus Palatinus, dessen verschwundene Herrlichkeit die Zeitgenossen als Achtes Weltwunder rühmten. Ein faszinierender Anblick für jeden, der nur die weltberühmte Schlossruine kennt.
Schauen Sie von der Terrasse des Schlosses auf das Dächergewirr der mittelalterlichen Fachwerkstadt im Schutze ihrer Mauern und Türme. Besuchen Sie die Orte, die für Bürger und Studenten bedeutsam waren und lernen Sie ihr Leben kennen. Verschwundene Orte einer versunkenen Zeit, die auf dieser DVD wieder auferstanden sind.
Basierend auf fundierter historischer Recherche unterhält die DVD den Zeitreisenden mit Hintergrundinformationen und Geschichten zur Stadt, dem Leben ihrer Fürsten, Bürger und Studenten. Hierfür wurde erstmals eine komplette historische Stadt dreidimensional und in bisher unerreichter Detailtreue rekonstruiert.
Begleiten Sie uns auf eine spannende und unterhaltsame Reise nach Heidelberg in Vergangenheit und Gegenwart, wie sie kein Reiseführer bietet.
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Heidelberg und die Kurpfalz im 17. Jahrhundert
Mit der Vermählung von Kurfürst Friedrich V. und der englischen Prinzessin Elisabeth Stuart, schien das 17. Jahrhundert der Kurpfalz und ihrer Hauptstadt Heidelberg eine glänzende Zukunft zu versprechen. Aber der Dreißigjährige Krieg und der Pfälzische Erbfolgekrieg sollten das Jahrhundert zur schlimmsten Epoche in der kurpfälzischen Geschichte machen.
1619 zum König von Böhmen gekrönt, konnte Friedrich V. seinen Königstitel nur einen Winter lang behaupten. Vom Kaiser geschlagen verlor Friedrich Königskrone und Kurfürstentum. Das einzige, was ihm das böhmische Abenteuer einbrachte, war sein Spottname "Winterkönig".
Heidelberg wurde im Dreißgjährigen Krieg immer wieder von unterschiedlichen Armeen erobert. Seine Bewohner erlitten dabei die üblichen, schrecklichen Kriegsgräuel, wie viele deutsche Zivilisten zwischen 1618 und 1648. Am Ende von dreißig Jahren Krieg war die Kurpfalz entvölkert und verwüstet.
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Nach dem Westfälischen Frieden baute Kurfürst Karl Ludwig die Pfalz wieder auf. Seine Tochter Elisabeth Charlotte, bekannter als Liselotte von der Pfalz, wurde mit Philipp von Orléans, dem Bruder des französischen Königs Ludwig XIV vermählt.
Als Liselottes Bruder, Kurfürst Karl, ohne Erben starb, erhob Ludwig Anspruch auf die Kurpfalz. Im Verlauf der Feldzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg marschierten französische Truppen in die Kurpfalz ein und verwüsteten das Land. 1689 befahl Ludwig XIV. die Zerstörung Heidelbergs, die allerdings nur teilweise in die Tat umgesetzt wurde. Erst 1693, dieses Mal ohne Befehl, wurde Heidelberg vernichtet.
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