Alt Berlin und sein prächtiges Stadtschloss
Im Wandel einer Stadt und ihres Erscheinungsbildes ist Berlin einzigartig und
unvergleichlich in der Welt.
Der Schlossplatz, das historische Zentrum der Stadt, war über ein halbes Jahrtausend
lang Brennpunkt berliner, preußischer und deutscher Geschichte.
500 Jahre standen hier die Paläste der Kurfürsten von Brandenburg, der Könige
Preußens, der Kaiser des Deutschen Reiches und vor nicht allzu langer Zeit der
Palast der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik.
Werden Sie Zeugen atemberaubender Verwandlungen dieses zentralen Ortes der
Geschichte. Erleben Sie wie von einstiger Pracht in den Geschicken deutscher
Geschichte nichts übrig blieb. Sehen Sie, wie dieser Ort damals aussah und
vergleichen Sie ihn auf unterhaltsame, spannende und kurzweilige Weise mit seiner
heutigen Erscheinung.
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Berlin und Brandenburg-Preußen im 17. Jahrhundert
Der Dreißigjährige Krieg sollte noch acht Jahre andauern, als im Jahre 1640 Kurfürst Friedrich Wilhelm, die Regierung antrat. Seine Länder und die Hauptstadt Berlin hatten im Krieg sehr gelitten. Der Wiederaufbau des Staates auf allen Gebieten war die vordringlichste Aufgabe, der sich der erst 20jährige Herrscher stellen musste. Kraftvoll und energisch ordnete er in jahrzehntelanger Arbeit den Staat neu und legte den Grundstein für dessen Aufstieg.
Dazu war es nötig, Brandenburg-Preußens militärische Macht zu stärken und ein stehendes Heer zu schaffen, denn die Erfahrung der Wehrlosigkeit und Ohnmacht in den Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges sollte sich nie mehr wiederholen.
Deshalb ließ Friedrich Wilhelm auch seine Hauptstadt Berlin befestigen. Zwischen 1658 und 1683 errichteten die Bürger einen sternförmigen Schutzwall nach den damals modernsten Erkenntnissen der Festungsbaukunst. Ihre Verteidigungskraft musste die Befestigung allerdings nie unter Beweis stellen.
Friedrich Wilhelm, der "Große Kurfürst" genannt, hinterließ bei seinem Tod im Jahre 1688 ein geordnetes Staatswesen, das den Aufstieg Brandenburg-Preußens in den Kreis der europäischen Mächte ermöglichen sollte.
Sein Nachfolger Kurfürst Friedrich III. brachte der Dynastie der Hohenzollern den Königstitel ein. Er krönte sich im Jahre 1701 als Friedrich I. zum König in Preußen.
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Ihm erschien seine hauptstädtische Residenz als der neuen königlichen Würde unangemessen. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts stand das Stadtschloss inmitten der Stadt. Etliche seiner Vorfahren hatten es seitdem um- und ausgebaut, bis schließlich ein weitläufiges Areal prachtvoller Renaissancebauten entstanden war.
Orientiert am Vorbild Ludwigs XIV. von Frankreich erbaute Friedrich I. einen barocken Palast, dem die Renaissancebauten ab 1698 weichen mussten. Von seinem Sohn, Friedrich Wilhelm I., 1716 fertig gestellt stand das barocke Stadtschloss bis zu seiner Sprengung Mitte des 20. Jahrhunderts im Herzen Berlins.
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